
Wärmepumpe · 6 Min. Lesezeit
Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren: Wie gut passt das zusammen?
Solarstrom für die Heizung klingt perfekt. Was realistisch ist – und warum der Winter entscheidet.
Das Wichtigste in Kürze
- PV deckt typischerweise 20 bis 35 % des Wärmepumpenstroms – vor allem für Warmwasser und Übergangszeit.
- Die Kombination erhöht den Eigenverbrauch der PV-Anlage deutlich.
- Ein Energiemanagement nutzt Solarüberschüsse gezielt für Warmwasser und Pufferspeicher.
- Wer beides plant, sollte es gemeinsam planen.
Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine PV-Anlage erzeugt Strom – die Kombination liegt nahe. Wie gut sie zusammenpassen, hängt aber vor allem an einer Frage: Wann wird geheizt, und wann scheint die Sonne?
Das Winter-Problem
Den größten Heizbedarf hast du im Dezember und Januar – genau dann, wenn die PV-Anlage am wenigsten erzeugt. Deshalb deckt Solarstrom nur einen Teil des Wärmepumpenbedarfs: typischerweise 20 bis 35 %. Im Sommer dagegen kann die Warmwasserbereitung fast vollständig solar laufen.
Warum es sich trotzdem lohnt
- Höherer Eigenverbrauch: Die PV-Anlage hat einen zusätzlichen, großen Verbraucher.
- Niedrigere Heizkosten: Jede solar erzeugte Kilowattstunde für die Wärmepumpe ersetzt teuren Netzstrom.
- Übergangszeit: Im Frühjahr und Herbst passen Erzeugung und Heizbedarf oft gut zusammen.
- Unabhängigkeit: Weniger Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Strompreisen.
So planst du beides richtig
- Gemeinsame Planung: PV-Größe, Speicher und Wärmepumpe aufeinander abstimmen.
- Dach ausnutzen: Mit Wärmepumpe lohnt sich oft eine größere Anlage als ursprünglich gedacht.
- Energiemanagement: Überschüsse gezielt in Warmwasser oder Pufferspeicher schieben (SG-Ready oder Herstellerschnittstelle).
- Tarif prüfen: Wärmepumpentarif, Netzentgelt-Module nach § 14a EnWG und Messkonzept gehören in die Planung.
Fazit
PV und Wärmepumpe sind ein starkes Team – nicht, weil die Sonne im Winter die Heizung übernimmt, sondern weil sich beide gegenseitig wirtschaftlicher machen. Entscheidend ist eine Planung aus einem Guss.
Alle Angaben sind Richtwerte nach bestem Wissen (Stand Oktober 2026) und ersetzen keine individuelle Beratung. Preise, Förderbedingungen und gesetzliche Regelungen können sich ändern.



