
Kosten & Förderung · 7 Min. Lesezeit
Wärmepumpe: Kosten, Förderung und laufende Ausgaben im Überblick
Anschaffung, Förderung, Betrieb: Was eine Wärmepumpe unterm Strich kostet – verständlich erklärt.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Bestand inklusive Einbau grob 25.000 bis 40.000 €.
- Über die Heizungsförderung (BEG) sind je nach Situation 30 bis 70 % Zuschuss möglich.
- Der Förderantrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
- Förderbedingungen können sich ändern – prüfe den aktuellen Stand vor der Entscheidung.
Die Anschaffung einer Wärmepumpe ist eine größere Investition. Mit Förderung und niedrigeren Betriebskosten kann sie sich dennoch rechnen. Hier die wichtigsten Zahlen im Überblick.
Anschaffungskosten
| Art | Typische Kosten inkl. Einbau | Hinweis |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | 25.000 – 40.000 € | Am häufigsten, flexibel aufstellbar |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | 35.000 – 50.000 € | Effizienter, Bohrung/Kollektor nötig |
| Zusatzkosten | variabel | Heizkörpertausch, Elektrik, Fundament, Demontage Altanlage |
Richtwerte für Einfamilienhäuser im Bestand, Stand Oktober 2026.
Förderung: So setzt sie sich zusammen
Die Heizungsförderung für Wohngebäude läuft über die KfW (Bundesförderung für effiziente Gebäude). Nach den derzeit bekannten Bedingungen setzt sie sich aus Bausteinen zusammen:
- Grundförderung: 30 %
- Klimageschwindigkeitsbonus: 20 % beim Austausch einer alten fossilen Heizung (selbstnutzende Eigentümer)
- Einkommensbonus: 30 % bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 €
- Effizienzbonus: 5 % z. B. bei natürlichem Kältemittel oder Erdwärme
Insgesamt ist die Förderung auf 70 % gedeckelt, die förderfähigen Kosten sind für die erste Wohneinheit auf 30.000 € begrenzt. Der Zuschuss kann damit bis zu 21.000 € betragen.
Ablauf der Förderung
- Angebot einholen und Liefer-/Leistungsvertrag mit einer Klausel abschließen, die ihn von der Förderzusage abhängig macht
- Antrag im KfW-Kundenportal stellen – vor Beginn der Arbeiten
- Umsetzung durch den Fachbetrieb inklusive hydraulischem Abgleich
- Nachweise einreichen, Auszahlung erhalten
Laufende Kosten
Ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf braucht bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 etwa 5.700 kWh Strom. Mit einem Wärmepumpentarif von rund 28 ct ergibt das gut 1.600 € im Jahr. Hinzu kommt eine jährliche Wartung. Mit eigener PV-Anlage sinken die Stromkosten weiter – mehr dazu in unserem Artikel zu PV und Wärmepumpe.
Zusätzlich können Netzbetreiber für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen reduzierte Netzentgelte gewähren (§ 14a EnWG). Welches Modell für dich passt, klären wir gemeinsam.
Fazit
Eine Wärmepumpe ist in der Anschaffung teurer als eine neue Gas- oder Ölheizung. Mit Förderung, niedrigeren Betriebskosten und steigenden CO₂-Preisen für fossile Brennstoffe ist sie langfristig für viele Haushalte die wirtschaftlichere Wahl.
Alle Angaben sind Richtwerte nach bestem Wissen (Stand Oktober 2026) und ersetzen keine individuelle Beratung. Preise, Förderbedingungen und gesetzliche Regelungen können sich ändern.

